Cloud-Konferenz 2015

Digitale Transformation – Mit Sicherheit!

6. Cloud-Konferenz Augsburg am 30.09.2015

Veränderungen durch die Digitalisierung sind überall spürbar. Für Unternehmer bestehen die Herausforderungen darin, frühzeitig Chancen und Risiken zu erkennen, Strategien für sich zu entwickeln und umzusetzen. Sie brauchen Informationen, die helfen die eigene Lage richtig einzuschätzen, Einblick in die Erfahrungen anderer und positive Handlungsimpulse. Die sechste Cloud-Konferenz Augsburg am 30.09.2015 an der Uni Augsburg informierte die Besucher umfassend und vielseitig.

Cloud-Konferenz Augsburg zum sechsten Mal Plattform für den Austausch zwischen Anwendern und IT-Anbietern

Mit 130 Anmeldungen war die diesjährige Cloud-Konferenz am 30.09.2015 an der Uni Augsburg bereits vor dem offiziellen Anmeldeschluss ausgebucht. Im Programm mit den Schwerpunkten Digitale Transformation, IT Sicherheit und Unternehmenserfolg durch digitale Prozesse konnten sich die Besucher bei den Experten, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten waren, direkt informieren. Hintergründe und Erläuterungen zur Digitalen Transformation, viele ganz konkrete Beispiele und Empfehlungen und nicht zuletzt die unmittelbaren Kontakte helfen Unternehmen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Entwicklungen für sich erfolgreich zu gestalten. Das diesjährige Programm kam sehr gut an. Die Arbeitsgruppe des aitiRaum e.V. diskutierte schon ab Jahresanfang die Themen, stimmte die einzelnen Vorträge und Referenten ab und gestaltete so den Charakter und das Programm der Veranstaltung. Schon seit der ersten Konferenz im Jahr 2010 gehören viele praxisnahe Beispiele dazu. Dass dies auch bei der Digitalen Transformation der richtige Ansatz ist, hat sich erneut bewiesen. Viele Unternehmen zögern noch, aber die vielen Beispiele konnten zeigen, dass es Zeit ist, die Veränderungen anzugehen.

Kompakte Fachinformationen, Beispiele und direkte Gespräche

In ihrer Begüßung stellten die aitiRaum-Vorstände Rolf Kleinwächter und Stefan Schimpfle das Netzwerk und seine Rolle in der Region vor und starteten mit der Frage: "Digitalisierung - Das Anfang vom Ende?" ins Programm.

Klaus Bauer, der 1991 als Entwicklungsingenieur bei der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH in Ditzingen angefangen hat und heute als Leiter Entwicklung Basistechnologie im Unternehmen Verantwortung trägt, erläuterte plakativ und konkret, welche Vorteile die Vernetzung von Werkzeugmaschinen bringt. Sein Vorredner Wafa Moussavi-Amin (IDC Frankfurt) skizzierte die Entwicklung und die sich verändernde Rolle der IT-Abteilungen. Die Unternehmen müssen die vielschichtigen Dimensionen der Digitalen Transformation und deren Auswirkungen verstehen, um die notwendigen Maßnahmen voranzutreiben. Warum es Sinn macht ein vernetztes Fahrrad auf den Markt zu bringen und welche Vorteile aus den entstehenden und gesammelten Daten generiert werden können, erläuterten Ernst-Joachim Steffens und Andreas Bergner von den T-Labs, der zentralen Forschungs- und Innovationseinheit der Deutschen Telekom in Berlin.

Weiter ging es für die Besucher in zwei thematischen Foren, in denen es um den Unternehmenserfolg durch digitale Prozesse und IT-Sicherheit ging. Auch hier konnten ganz konkrete Beispiele - zum Teil von Unternehmen aus der Region - die Chancen verdeutlichen. Dr. Thomas Eisenbarth zeigte mit einer Demo, wie ein Gebäudereinigungsunternehmen mit Hilfe einer Software viele Prozesse deutlich schneller erledigen, Kunden besser bedienen und Leistungen transparenter machen kann. Wie ein Software-Unternehmen produzierenden Unternehmen helfen kann, Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und sich zu transformieren erläuterten Sven Piper (salesforce) und Thomas Göcke (KBA-Sheetfed Solutions) gemeinsam. Die digitale Transformation der Nutzfahrzeugbranche unterliegt in einem weitgehend traditionell und eher langfristig agierenden Markt anderen Regeln. Aber auch hier stehen die Kundenmehrwerte im Mittelpunkt: Autonomes Fahren, Digitale Geschäftsmodelle, Sicherheit, Retail der Zukunft usw. sind nur über neue Infrastrukturen und Kompetenzen, die aufgebaut werden müssen zu erreichen. Voraussetzung sind jedoch konkrete Fakten die (als Daten) digital erzeugt, verarbeitet und analysiert werden können.

Um Cloud-Security in der Umsetzung und die Digitale Souveränität ging es im IT-Sicherheits-Forum. Hier erläuterten Thomas Hemker (Symantec) und Thorsten Höhnke (Fujitsu Technology Solutions) die z. T. komplexen Herausforderungen, boten aber auch Lösungsmöglichkeiten. Die Frage wie Cyber-Angriffe erkannt und verhindert werden können stand am Ende des Forums beim Vortrag von Sven Schöttle (IT-CUBE SYSTEMS) im Raum. Er sensibilisierte die Teilnehmer für ein dediziertes Security Operations Management.

eBusiness-Lotse Schwaben unterstützt auch weiterhin Unternehmen in der Region

Von 2013 bis Ende September 2015 unterstützte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über den Förderschwerpunkt Mittelstand Digital finanziell den eBusiness-Lotsen Schwaben, der kleinen und mittleren Unternehmen in der Region kostenlos Informationen zu Informations- und Kommunikationslösungen anbietet. Die Cloud-Konferenz 2016 war die letzte geförderte Veranstaltung der Initiative. Bisher konnten in insgesamt 76 Veranstaltungen über 3 Jahre rund 2176 Besucher informiert werden. Tausende Downloads von Leitfäden und Veranstaltungsinfos zeugen vom hohen Interesse an grundlegenden Informationen. Deshalb wird das Netzwerk aitiRaum weiter Veranstaltungen und Infos für IT-Entscheider und Anwender zu deren Unterstützung anbieten.

IT-Sicherheit, Datenschutz, Big Data und Cloud-Sourcing wichtigste IT-Themen

Um die Angebote des Netzwerks auf den Bedarf auszurichten, wurden die Besucher zu den derzeit drängendsten IT-Themen schriftlich befragt. Der Schutz und die Sicherheit von Unternehmens- und persönlichen Daten und die Nutzung und Auswertung der Daten stehen dabei an erster Stelle. Aber auch die Anpassung der Infrastrukturen (Virtualisierung, Speichersysteme, Hardware etc.) und die flexible Nutzung kurzfristig notwendiger zusätzlicher Kapazitäten (z. B. aus der Cloud) stehen hoch im Kurs. Mobiles Arbeiten und mobile Prozesse stehen auf Platz 3 der Rangliste, noch vor ERP- oder CRM-Systemen. Das Schlusslicht bildet derzeit (noch) das Thema Produktions-IT.

Bilder der Veranstaltung sehen Sie in unserer Bildergalerie Unser herzlicher Dank gilt unseren Veranstaltungspartnern, Sponsoren und Medienpartnern und Besuchern, aber auch allen Referenten sowie dem Orga-und Technik-Team.